PODCAST | Folge 21 | Katharina Masoud

„Entmenschlichte Gewalt - ein angsteinflößendes Signal an alle.“

Spätestens seit den Gräueltaten in Butscha in der Ukraine häufen sich Berichte über Vergewaltigungen, die als Kriegswaffe eingesetzt werden – Krieg wird auf den Körpern von Frauen ausgetragen. Über dieses Thema sprechen wir mit Katharina Masoud.


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Vergewaltigungen werden in allen Kriegen systematisch als Kriegswaffe eingesetzt. Das Ziel dabei ist, Frauen wie Männer zu erniedrigen und ganze Gemeinschaften zu zerstören. Seit Armeen in den Kampf ziehen, ist sexuelle Gewalt ein Teil dieser Strategie und eine gezielte Waffe zur Erniedrigung des Feindes. Den Vergewaltigern geht es nicht in erster Linie um das Ausleben sexueller Begierden, es geht vor allem um eine Machtdemonstration. „Die Taten haben große psychische und körperliche Auswirkungen für die Betroffenen, die Schmerzen und Leiden sind so groß, dass wir von Folter sprechen können”, sagt Katharina Masoud.

Im Gespräch erklärt sie auch, wie Organisationen wie Amnesty International versuchen, Beweise zu sichern und diese Menschenrechtsverbrechen zur Anklage zu bringen und warum Soldaten so etwas Verbrecherisches und Unmenschliches tun.

Mehr Informationen und Hilfe-Angebote findet ihr hier:

Ein langes Interview mit Katharina zum Thema gibt es hier:
Gedemütigt und eingeschüchtert: Vergewaltigung als systematische Kriegswaffe

Die Recherchen von Amnesty International gibt es hier:
Ukraine: Amnesty-Recherchen belegen weitere Verbrechen durch russische Truppen

Die Schwierigkeiten bei der Verfolgung sexualisierter Kriegsgewalt werden hier beschrieben:
Frankfurter Rundschau – Vergewaltigung als Kriegswaffe: Warten auf Gerechtigkeit

Seit vielen Jahren reist die britische Journalistin Christina Lamb in Kriegs- und Krisengebiete und spricht vor Ort mit Frauen über ihre leidvollen Erfahrungen. „Unsere Körper sind euer Schlachtfeld“ heisst ihr Buch, es kann hier bestellt werden:
Bundeszentrale für politische Bildung – Unsere Körper sind euer Schlachtfeld

Ein Interview mit Christina Lamb gibt es hier:
Deutschlandfunk Kultur – „Ich verstehe nicht, warum niemand etwas dagegen tut“

Die Menschenrechtsaktivistin und Friedensnobelpreisträgerin Nadia Murad kämpft gegen sexuelle Gewalt in Kriegen. Hier spricht sie über die Situation für Frauen im Ukraine-Krieg:
WELT – „Vergewaltigung sollte als Verbrechen gegen die Menschlichkeit gesehen werden“

Laut der polnischen Zeitung Gazeta Wyborcza haben sich 120 Frauen aus Butscha, die angaben von russischen Soldaten vergewaltigt worden zu sein, bei der Evakuierung geweigert, nach Polen gebracht zu werden. Der Grund dafür: Sie befürchten, von den Vergewaltigungen schwanger zu sein. Und fürchten sich vor den restriktiven Abtreibungsgesetzen in Polen. Mehr dazu hier:
Volksverpetzter – Bitte nicht nach Polen

„In den letzten Jahren haben laut Berichten der Vereinten Nationen Vergewaltigungen besonders durch extremistische Gruppen zugenommen. Während früher sexualisierte Gewalt eher geduldet worden sei, werde sie jetzt immer mehr als gezielte Strategie verwendet und auch angeordnet”, steht in diesem Artikel:
nd – Der Körper als Schlachtfeld

einbiszwei – der Podcast über sexuelle Gewalt

einbiszwei ist der Podcast über Sexismus, sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt. einbiszwei? Ja genau – statistisch gesehen gibt es in jeder Schulklasse in Deutschland ein bis zwei Kinder, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Eine unglaublich hohe Zahl also. Bei einbiszwei spricht Gastgeberin Nadia Kailouli mit Kinderschutzexpert:innen, Fahnder:innen, Journalist:innen oder Menschen, die selbst betroffen sind, über persönliche Geschichten und darüber, was getan werden muss damit sich was ändert. Jeden Freitag eine neue Folge einbiszwei – überall, wo es Podcasts gibt. Schön, dass du uns zuhörst.

Wenn Sie Fragen oder Ideen zu einbiszwei haben:

presse@ubskm.bund.de