PODCAST | Folge 8 | Rebecca Baden

„Nachdem meine Unterwäsche-Fotos geleakt wurden, sind über die Jahre immer wieder Leute gekommen und haben gesagt: Hey, du bist doch die. Die mit den Fotos."

Rebecca Baden hat erlebt, was sogenannte “digitale Gewalt” wirklich bedeutet: Als Jugendliche hat sie Fotos in Unterwäsche an ihren Freund geschickt. Die intimen Aufnahmen wurden von ihrem Handy geklaut und: online gestellt. Was folgte, war ein Shitstorm und Cybermobbing. Und immer noch tauchen die Aufnahmen ab und zu irgendwo im Netz auf.


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Mehr Infos zur Folge

Wie fühlt es sich an, wenn du einen ganz privaten Moment unfreiwillig mit ganz vielen Menschen teilen musst? Die Journalistin Rebecca Baden hat das am eigenen Leib erfahren, denn als Jugendliche wurden freizügige Fotos von ihr gestohlen und ins Netz gestellt. Bei einbiszwei berichtet sie von ihren Erfahrungen und klärt auf, warum es nicht ohne Risiko ist, intime Fotos ins Netz zu stellen.

Für VICE schrieb sie ihre Geschichte auf und gewann mit „Was es mit mir gemacht hat, als meine Nacktfotos geleakt wurden“, den Journalistenpreis des Weißen Rings. 

Heute spricht sie regelmäßig über ihre Erfahrungen und möchte andere junge Menschen für das Thema sensibilisieren. Wir sprechen mit ihr über ihre Geschichte, über die Gefahren von Fotos im Netz und warum sie keinen Instagram Account mehr hat. Außerdem geht es darum, warum vor allem Kinderfotos in den sozialen Medien nichts zu suchen haben. 

Außerdem sprechen wir mit Dr. Thomas-Gabriel Rüdiger, Leiter des Instituts für Cyberkriminologie an der Hochschule der Polizei des Landes Brandenburg, der uns erklärt, welche Gefahren im Netz lauern und warum vor allem auch vermeintlich harmlose Fotos gefährlich werden können.

Mehr Informationen und Hilfe-Angebote findet ihr hier:

Schau Hin ist ein Medienratgeber für Familien zu verschiedenen Plattformen und gibt Eltern Tipps zur Erziehung in der digitalen Medienwelt:  https://www.schau-hin.info

Der Jugendschutz führt Recherchen durch und formuliert Maßnahmen gegen Jugendschutzverstösse. Der Jugendschutz nimmt auch Beschwerden entgegen: https://jugendschutz.net/ 

Informationen zu digitaler Gewalt und Tipps für Betroffene bietet die Broschüre von “Frauen Gegen Gewalt”: https://www.frauen-gegen-gewalt.de/de/digitale-gewalt-material/broschuere-digitale-welten-digitale-medien-digitale-gewalt.html 

Betroffene von digitaler sexualisierter Gewalt können sich bei Juuuport kostenlos online beraten lassen:  http://www.Juuuport.de 

Was tun bei sexueller Belästigung im Internet? Ein neuer Ratgeber gibt Tipps für Fachkräfte:  “Sexualisierte Gewalt und digitale Medien. Handlungsempfehlungen für die Fachpraxis” versammelt das Wichtigste auf 200 Seiten. Hier herunterladen: https://link.springer.com/content/pdf/10.1007%2F978-3-658-35764-1.pdf  

Hilfe und Informationen zu sexuellem Missbrauch gibt es beim Hilfe-Portal und beim Hilfe-Telefon Sexueller Missbrauch:
https://www.hilfe-portal-missbrauch.de/startseite

einbiszwei – der Podcast über sexuelle Gewalt

einbiszwei ist der Podcast über Sexismus, sexuelle Übergriffe und sexuelle Gewalt. einbiszwei? Ja genau – statistisch gesehen gibt es in jeder Schulklasse in Deutschland ein bis zwei Kinder, die sexueller Gewalt ausgesetzt sind. Eine unglaublich hohe Zahl also. Bei einbiszwei spricht Gastgeberin Nadia Kailouli mit Kinderschutzexpert:innen, Fahnder:innen, Journalist:innen oder Menschen, die selbst betroffen sind, über persönliche Geschichten und darüber, was getan werden muss damit sich was ändert. Jeden Freitag eine neue Folge einbiszwei – überall, wo es Podcasts gibt. Schön, dass du uns zuhörst.

Wenn Sie Fragen oder Ideen zu einbiszwei haben:

presse@ubskm.bund.de