Der Betroffenenrat bei der UBSKM sorgt dafür, dass möglichst unterschiedliche Perspektiven von Betroffenen sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend wirksam in politische Prozesse eingebracht werden.
Aktuelle Presseinformationen zum neuen Betroffenenrat finden Sie hier.
Was ist der Betroffenenrat?
Der Betroffenenrat ist ein ehrenamtliches, politisch beratendes Gremium beim UBSKM-Amt. Er wurde 2015 ins Leben gerufen, damit Menschen, die sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend erlebt haben, ihr Erfahrungswissen und ihre Expertise in das politische Geschehen, in die Fachwelt und in den öffentlichen Diskurs einbringen.
Der Betroffenenrat steht für Empowerment, Stärkung von Partizipationsstrukturen von Betroffenen und für Veränderungsprozesse im gesellschaftlichen Umgang mit sexualisierter Gewalt.
Der Betroffenenrat besteht aus 18 Mitgliedern und wird für eine Amtszeit von fünf Jahren berufen.
Zum 1. August 2025 wurden die 18 Mitglieder des Betroffenenrates 2025-2030 von der Unabhängigen Bundesbeauftragten gegen sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen, Kerstin Claus, ernannt.“
Die Mitglieder des Betroffenenrates
Der Betroffenenrat besteht aus folgenden Mitgliedern in alphabetischer Reihenfolge:
Geboren und aufgewachsen in Afghanistan, musste das Herkunftsland aufgrund des Krieges verlassen und nach Deutschland flüchten. Heute tätig als pädagogische Fachkraft in der Jugendhilfe und Studentin an der Humboldt-Universität zu Berlin. Beruflich wie ehrenamtlich seit Jahren engagiert für junge Menschen, unter anderem in der ambulanten und stationären Jugendhilfe sowie in der Flüchtlingshilfe.
„Ich setze mich für eine Gesellschaft ein, in der jedes Kind – egal woher es kommt, wie es aussieht oder welche Geschichte es mitbringt – sicher aufwachsen, gesehen werden und seine Zukunft ohne Angst gestalten kann.“
(Jahrgang 1993, Hessen)
Studium International Business (Bachelor), aktuell im Master für Wirtschaftspsychologie und parallel in einem Teilzeitjob. Privat engagiert für den Tierschutz, ein Sportfreak und Neuro-Nerd.
„Die Arbeit im Betroffenenrat ist für mich ein Privileg und Verantwortung zugleich, denn wir müssen Gehör für die erlangen, die noch keine Stimme in dieser Gesellschaft haben. Kinder können nicht wählen, nicht sich selbst schützen und nicht das System ändern, das liegt bei uns Erwachsenen. Als Betroffene kann ich durch meine Erfahrung Einblicke geben, wo und wie diese Veränderungen stattfinden müssen, damit Kinder geschützt werden und sich sicher fühlen können.“
(Jahrgang 1990, Berlin)
Pädagogin und Kriminologin. Sie arbeitet in Berlin im Bereich Radikalisierungsprävention und Kinderschutz und ist nebenberuflich als Verfahrensbeiständin in familiengerichtlichen Verfahren tätig. Ehrenamtlich engagiert sie sich in der digitalen psychosozialen Krisenversorgung von Kindern und Jugendlichen. Ihre Expertise und Interessen liegen in der Prävention in pädagogischen Kontexten, in einer kindgerechten Justiz sowie in digitalen Themen.
„Meine Geschichte trägt nicht nur Schmerz, sondern Erfahrung, die zählt. Im Betroffenenrat sorge ich dafür, dass diese Erfahrungen dort ankommen, wo Prävention, Aufarbeitung und Entscheidungen entstehen."
https://www.linkedin.com/in/kristina-blaas/
(Jahrgang 2003, Sachsen)
Seit 2022 Studium Lehramt an Gymnasien (Politik, Französisch) an der Universität Leipzig, Initiator
des Projektes „Kinderschutz im Studium“, Auszeichnung zum „Student des Jahres 2025“, Kinderschutzaktivist. Seit 2024 hält er bundesweit Vorträge an Universitäten vor Lehramtsstudierenden und teilt seine Erfahrungen als Betroffener. In der Öffentlichkeit setzt er sich seitdem dafür ein, dass Kinderschutz fester Bestandteil des Lehramtsstudiums wird.
„Kinderschutz muss verpflichtender Bestandteil der Ausbildung aller Berufe werden, die mit Kindern und Jugendlichen arbeiten! Lehrpersonen, Erzieher*innen, Richter*innen, Mediziner*innen, Polizist*innen und Sozialarbeiter*innen müssen Wissen über Gewalt gegen Kinder und Jugendliche haben und Ansprechpersonen kennen. Betroffene müssen dabei gehört und beteiligt werden: Ich hätte mir nämlich gewünscht, dass Lehrpersonen mich angesprochen und mir geholfen hätten als ich sexualisierte, physische und psychische Gewalt durch meine Mutter erfahren habe. Schule muss ein sicherer Ort für alle jungen Menschen werden.“
https://www.instagram.com/noah_dejanovic?igsh=MXYyZ3V4Yngwb2VnZA%3D%3D&utm_source=qr
(Jahrgang 1991, Berlin)
Schriftsteller und Pianist, Studium Hauptfach Klavier und Liedgestaltung in Hamburg und Berlin. Seit 2009 internationale Konzertkarriere, 2023 erscheint „Wiedergutmachungsjude“ (Rohstoff), adaptiert vom Maxim Gorki Theater. Seit 2018 Lehrbeauftragter für Lyrik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, 2024 Entwicklung von Awareness-Strukturen für das Beethovenfest Bonn. 2025 Diskurskonzert “Musik Macht Missbrauch“, 2026 Text für die Oper „Das kalte Herz“.
„Um ein Kind zu missbrauchen, braucht es ein ganzes Dorf.“
https://www.matthes-seitz-berlin.de/autor/daniel-arkadij-gerzenberg.html
https://www.beethovenfest.de/de/programm-tickets/musik-macht-missbrauch/583
https://www.staatsoper-berlin.de/de/veranstaltungen/das-kalte-herz.21914/
(Jahrgang 1959, Sachsen)
Baueinheiten der NVA (Wehrersatzdienst), Studium der Evangelischen Theologie (Ordination 1993), Studium der Logotherapie und Existenzanalyse am Viktor E. Frankl Institut in München, ehrenamtlich tätig in der Unabhängigen Regionalen Aufarbeitungskommission Sachsen (URAK) und seit 2025 im Betroffenenrat der UBSKM. Expertise in institutioneller Aufarbeitung sexualisierter Gewalt und geistlichem Missbrauch in Religionsgemeinschaften (Kirche).
„Mir ist das Thema sexuellen Missbrauchs allgemein und meine persönliche Betroffenheit erst spät bewusst geworden (seit 2012). Mit dem leider zu früh verstorbenen Prof. Dr. Thomas Großbölting (Mitverfasser der Aufarbeitungsstudie ForuM) teile ich die schmerzhafte Erfahrung, dass mit zunehmender wissenschaftlicher und existenzieller Beschäftigung des o. g. Themas „meine eigene religiöse Welt auf ebenso erschreckende wie schmerzhafte Weise eine Doppelbödigkeit eingezogen bekommen (hat), die mich zutiefst ratlos und in mancher Hinsicht religiös unbeheimatet zurücklässt. [Großbölting, „Die unschuldigen Hirten“, Herder 2022, S.22]“.
(Jahrgang 1997, Berlin)
Ist Programmleiterin bei der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und verantwortet das bundesweite Demokratieprogramm „Jugend entscheidet“. Zuvor sammelte sie Erfahrungen beim Digitalverband Bitkom – als Geschäftsführerin einer NGO für digitale Teilhabe und Leiterin einer Initiative für mehr Diversität in der Digitalbranche - an der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer in San Francisco, an der Deutschen Botschaft in Washington, D.C., sowie in einer Berliner Politikberatung. Kim Klebolte hat als Erstakademikerin Wirtschaft, Politik und Psychologie in Osnabrück, Vancouver und Oxford studiert.
„Sexualisierte Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen ist in den Strukturen unserer Gesellschaft tief verankert - ob es uns gefällt oder nicht. Wir können es uns nicht erlauben wegzusehen. Als Mitglied im Betroffenenrat möchte ich dazu beitragen, dass aus persönlicher Erfahrung gesellschaftliche Konsequenzen werden - so wie Gisèle Pelicot immer wieder betont: „Die Scham muss die Seite wechseln.“
(Jahrgang 1973, Bremen)
Katharina Kracht hat viele Jahre als Lehrerin gearbeitet. Als Betroffene sexualisierter Gewalt durch einen evangelischen Gemeindepastor in ihrer Jugend setzt sie sich intensiv für deutlich verbesserte Aufarbeitung in der evangelischen Kirche ein. Als Beraterin begleitet sie auch wissenschaftliche Aufarbeitungsstudien, u. a. die ForuM-Studie, die Studie der Universität Osnabrück zum Bistum Osnabrück und eine Studie der GEW - Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft. Sie engagiert sich für klarere Interventionen bei der Vermutung auf sexualisierte Gewalt durch schulische Fachkräfte sowie in der Entwicklung von schulischen Schutzkonzepten. Einen weiteren Fokus legt sie auf Kinderrechte und eine verbesserte Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
„10 Millionen Menschen in unserem Land haben in Kindheit und Jugend sexualisierte Gewalt erfahren. Um ihnen in ihrer Vielfalt gerecht zu werden, sind wir alle gefragt. Ich setze mich für Sprechräume ein, für Vernetzung und Empowerment. Dabei geht es um heute erwachsene Betroffene genauso wie um Kinder und Jugendliche, die jetzt gerade heranwachsen. Klar ist: Jede Schule und jede pädagogische Einrichtung muss ein Schutzkonzept verwirklichen, das Schutz und Beteiligung von Kindern und Jugendlichen als wichtiges Qualitätsmerkmal erkennt.“
(Jahrgang 1971, Nordrhein-Westfalen)
Diplom-Heilpädagogin und seit 2013 als Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin (tiefenpsychologisch fundiert) in eigener Praxis tätig. Aktuell in traumatherapeutischer Weiterbildung. Langjähriges berufspolitisches Engagement in der Fraktion Bündnis KJP in der Psychotherapeutenkammer NRW. Mitglied der Kommission zur Verbesserung der psychotherapeutischen Versorgung von Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen. Mutter eines volljährigen Zwillingspaares.
(Jahrgang 1977, Bayern und Berlin)
Kinderkrankenschwester, Erzieherin, Traumapädagogin. Gründerin und Vorsitzende des Vereins „Schutzhöhle e. V.“ in Hof und Koordinatorin der „Männer*beratung Oberfranken“. Sie hat die Bundeskoordinierungsstelle der spezialisierten Fachberatungsstellen (BKSF) mit konzeptioniert und aufgebaut, arbeitet heute in der BKSF als Referentin für den Bereich Vernetzung, Auf- und Ausbau spezialisierter Fachberatung. Sie ist seit 2016 Mitglied im Betroffenenrat, war ständiger Gast in der Unabhängigen Kommission des Bundes zur Aufarbeitung sexuellen Kindesmissbrauchs und Mitglied im Nationalen Rat. Sie hat das bundesweite Netzwerk von und für Betroffene „aus unserer sicht e. V.“ mitgegründet und ist seit vielen Jahren als freie Dozentin zum Thema sexualisierte Gewalt in Kindheit und Jugend im ganzen Bundesgebiet aktiv.
„Als Kind sexualisierte Gewalt zu erleben, bedeutet von Täter*innen zum Objekt gemacht worden zu sein und damit zutiefst in der eigenen Würde verletzt zu sein. Mit meiner haupt- und ehrenamtlichen Arbeit möchte ich dazu beitragen, dass betroffene Kinder, Jugendliche und Erwachsene gesehen, ernst genommen und gestärkt werden. Für mich bedeutet Gerechtigkeit, dass ihre Erfahrungen und ihre (Über-)Lebensleistung anerkannt werden, dass Verantwortung klar benannt wird und dass Strukturen entstehen, die Schutz, Unterstützung und echte Teilhabe ermöglichen.“
(Jahrgang 1988, Niedersachsen)
Erzieher und M.A. Bildung und Erziehung in früher Kindheit; Pädagogischer Leiter der Kindertageseinrichtungen der niedersächsischen Stadt Walsrode. Er engagiert sich seit 2015 im Betroffenenrat zu den Themen Institutionelle Schutzkonzepte, flächendeckende Etablierung des Themas sexualisierte Gewalt in Ausbildungs- und Studiengängen, Betroffenenbeteiligung in Aufarbeitungsprozessen und Kinderschutz-Perspektiven.
„Ich bin mir sicher: Die zwei effektivsten Mittel im Kampf gegen sexualisierte Gewalt gegen Kinder und Jugendliche sind es, darüber zu sprechen und sich im privaten, wie auch im beruflichen Kontext unterstützende Handlungsmechanismen zu erarbeiten.“
(Mecklenburg-Vorpommern, Berlin)
Diplompolitologin, Studium an der Freien Universität Berlin, Referentin im Grundsatzreferat der Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit, 1998-2002 Mitglied des Deutschen Bundestages, Autorin u. a. „Vater, Mutter, Stasi – mein Leben im Netz des Überwachungsstaates“, Konzipierung und Begleitung von Aufarbeitungsprozessen sexualisierter Gewalt u.a. im Sport, dem Albert-Schweitzer-Familienwerk, EKD und DBK, Gründungsmitglied Ansprechstelle Safe Sport e. V., Mitentwicklung der „Standards der Betroffenenbeteiligung in institutionellen Kontexten“.
„Es ist nicht selbstverständlich, dass ich heute öffentlich über meine Erfahrungen sprechen kann. Mein Weg durch das Schweigen hin zu lauten Worten war weit. Gegen Vertuschen und Schweigen insbesondere im Familienkontext anzutreten, ist herausfordernd. Im Betroffenenrat zu sein, ist für mich Privileg und Herausforderung zugleich. Wir sprechen laut über sexualisierte Gewalt. Das Schweigen zu durchbrechen, braucht die eigene Bereitschaft zum Unbequem-Sein.“
Bluesky @angelamarquardt.bsky.social
Instagram: @meckpomm2013
(Jahrgang 1971, Nordrhein-Westfalen)
Studium Lehramt Biologie und Ev. Theologie in Bonn, ab 2003 Lehrer am Gymnasium, ab 2009 in der Lehrkräfteausbildung tätig, seit 2016 Schulaufsichtsbeamter des Landes NRW in der Bezirksregierung Köln. Ehrenamtliches Engagement im Vorstand von „Umsteuern! Robin Sisterhood e. V.“, als Peer-to-Peer-Berater bei „Leuchtzeichen“ (kirchenunabhängige Fachberatungsstelle für Betroffene sexualisierter Gewalt im kirchlichen Kontext) und bei „White Ribbon“ (Selbsthilfegruppe für queere Männer mit Erfahrungen sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend).
„Mitglied im Betroffenenrat zu sein bedeutet für mich, aus der Anonymität herauszutreten, Gesicht zu zeigen und mitzuarbeiten, um die Deutungshoheit über unsere Geschichte(n) zurückzugewinnen. Ich setze mich ein für die Rechte und Stimme Betroffener sexualisierter Gewalt in Kindheit und Jugend.“
https://umsteuern.org/
https://leuchtzeichen-online.de/
http://www.whiteribbon.de/
(Jahrgang 1977, Baden-Württemberg)
Abgebrochenes Studium, Umschulung, Fortbildung, aktuell frühberentet, stellvertretende Leiterin einer Selbsthilfegruppe für Adipositaschirurgie.
„Ich stehe hier im Betroffenenrat für die Betroffenen ein, die eine gebrochene Vita haben, voller Höhen und Tiefen, mit Abzweigungen in der Lebenslinie, die teilweise zu falschen Wegen wurden. Dabei möchte ich den Blickwinkel meines muslimischen Hintergrunds mit einbringen. Ich habe jetzt die Kraft und den Willen, meine Erfahrungen aus meinem Leben zu teilen, im besten Fall zu helfen und etwas für uns Betroffene in bessere Bahnen zu lenken. Daher ist meine Berufung in den Betroffenenrat eine große Ehre und wichtige Aufgabe für mich.“
(Jahrgang 1999, Hessen)
Das Engagement ist aus einer langen Auseinandersetzung entstanden –mit eigenen Erfahrungen, mit Widerständen im Umfeld, mit institutionellen Abläufen und mit der Frage nach rechtlicher und organisatorischer Verantwortung. Heute Mitarbeit in verschiedenen Projekten, Beiräten und in einer Aufarbeitungskommission. Es treibt dabei die Frage an, wie aus individuellem Erleben strukturelle Konsequenzen werden und wie Beteiligung von Betroffenen so gestaltet werden kann, dass sie nicht symbolisch bleibt. Aus der praktischen Arbeit heraus ist auch ein interdisziplinärer Studienweg entstanden, bei dem Politikwissenschaft und Lehramt die Grundlage bilden. Aktuell Studium der Psychologie und Rechtswissenschaften sowie im Master Internationale Strafjustiz.
„Gesellschaftliche Problemlagen wie Missbrauch lassen sich aus meiner Sicht nur verstehen, wenn normative, psychologische und rechtliche Dimensionen zusammengedacht werden. Verletzlichkeit und Wut sind für mich kein Gegensatz zur Politik, sondern ihr Ausgangspunkt.“
(Jahrgang 1974)
Fachärztin Anästhesie, Innere Medizin, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin; mit großem Fortbildungsschwerpunkt im Bereich Psychotherapie und Personal Coaching, Aromatherapeutin. Sexualisierte Gewalt findet täglich in der Mitte und unter den Augen der Gesellschaft statt. Sie möchte dazu beitragen, dass genau hier endlich der Mantel des Schweigens gelüftet wird. Der Mantel, der Täter*innen schützt und verhindert, dass aktuell und früher betroffenen Kindern und Jugendlichen die Begleitung und Hilfe angeboten wird, die individuell erforderlich ist. Sie wünscht sich, dass Betroffenen ohne Voreingenommenheit zugehört und trotz aller Skepsis, Unsicherheit und Erschütterung geglaubt wird.
„Sowohl aus meiner Betroffenenperspektive als auch aus der Sicht der Ärztin bedarf es dringend einer Anpassung der therapeutischen Versorgungsstruktur und eines Bewusstseins für die weitreichenden Folgen sexualisierter Gewalt auch in den nicht-therapeutischen Fachbereichen.“
(Nordrhein-Westfalen)
Forscht in den Gesundheitswissenschaften und befasst sich seit Jahren (nicht nur) ehrenamtlich mit den Themen Macht und Verantwortung. Im Betroffenenrat arbeitet Alex Stern vorwiegend zu organisierter Kriminalität und ritueller Gewalt, zu Forschung und zur gesundheitlichen Versorgung erwachsener Gewalterfahrener.
„Der Umgang von Gesellschaft, Politik und Forschung mit Gewalt und Menschen mit Gewalterfahrung muss sich ändern: Sexualisierter Gewalt darf nicht strukturelle Gewalt und (Mehrfach-) Diskriminierung folgen. Wir haben das Recht auf eine Zukunft.“
Zu allen ZitatenKinder und Jugendliche haben das Recht, gewaltfrei aufzuwachsen. Es ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, Kinder überall vor sexualisierten Gewalterfahrungen zu schützen, Anzeichen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegen- und Schutzmaßnahmen zu ergreifen.
Kontakt
Als politisches Gremium ist der Betroffenenrat bemüht die Belange möglichst vieler Betroffener in seine Arbeit miteinzubeziehen. Dafür bedarf es der Rückmeldung von Menschen, die als Kinder oder Jugendliche sexuelle Gewalt erlebt haben. Gerne können Sie sich über E-Mail via kontakt(at)betroffenenrat-ubskm.de in Verbindung setzen.
Der Betroffenenrat arbeitet ehrenamtlich und in erster Linie politisch, sodass keine individuellen oder psychologischen Beratungen und persönliche Formen der Unterstützung vom Betroffenenrat zu spezifischen Lebenssituationen geleistet werden können. Hierfür verweisen wir auf das Hilfe-Portal Sexueller Missbrauch.
Presseanfragen können Sie richten an: presse(at)betroffenenrat-ubskm.de