Eine Grafik auf pinkem Grund. Links steht geschrieben: "Wie kommt Schutz am besten an?" Rechts daneben ein weißes X, in dem geschrieben steht: "Kein Raum für Missbrauch".

Monitoring von Schutzkonzepten

Mit dem bundesweiten Monitoring 2015–2018 untersuchte der ehemalige Unabhängige Beauftragte Johannes-Wilhelm Rörig in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Jugendinstitut (DJI) den Stand der Entwicklung von Schutzkonzepten in Einrichtungen und Organisationen.

Untersuchungsbereiche und Methoden 

In den drei Bereichen Bildung und Erziehung (dieser umfasst Schulen, Kindertagesstätten, Heime und betreute Wohnformen sowie Internate), Freizeit (darunter fallen religiöses Leben sowie Kinder- und Jugendarbeit) und Gesundheit (hierzu zählen Kliniken und Praxen) wurden zwischen 2015 und 2018 eine Vielzahl von Fallstudien und Gruppendiskussionen sowie breit angelegte quantitative Befragungen durchgeführt. Darüber hinaus wurde mit „Du bist gefragt!“ ein kostenloses Selbstevaluationstool für Einrichtungen und Organisationen zur Onlinebefragung von Jugendlichen entwickelt. 
 

Ergebnisse

Aus den Monitoringergebnissen kann abgelesen werden, wie Einrichtungen und Organisationen Schutz und Hilfe bei sexueller Gewalt institutionell umsetzen. Der umfassende Abschlussbericht gibt zudem einen Überblick zu Faktoren, welche die Entwicklung eines Schutzkonzepts hemmen oder fördern. 

In allen untersuchten Bereichen sind positive Entwicklungen hin zu verbessertem Schutz vor sexueller Gewalt festzustellen. Allerdings sind Einrichtungen mit einem umfassenden Schutzkonzept – je nach Handlungsfeld – deutlich in der Minderheit beziehungsweise kaum vorhanden.  

„Schutzkonzepte ermöglichen heißt, einen personellen Rahmen bieten, begleitende Strukturen schaffen und ein systematisches Vorgehen der Einrichtung fördern“

DJI Abschlussbericht des Monitorings zur Umsetzung von Schutzkonzepten in Einrichtungen und Organisationen